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vom  17.06.1998

BI-Kritik an BLG-Infos zu Kontaminationsprüfung
"Heimwerkermentalität"

Ir Gorleben. Die Darstellung der Zwischenlagerbetreiberin BLG in Gorleben zur Kontaminationsprüfung an CastorBehältern (EJZ berichtete) zerstreut die Zweifel der hiesigen Atomkraftgegner nicht. Im Gegenteil: Daß nun geplant sei, 'Tragzapfen und Schrauben der Behälter mit Silikon abzudichten, um Kontamination zu verhindern, komme einer "Bankrotterklärung" gleich, findet die hiesige Bürgerinitiative Umweltschutz (BI). Eine "Heimwerkermentalität" finde da ein Ende, wo es um Schutz vor radioaktiver Strahlung gehe.

Die acht Castor-Behälter im Zwischenlager Gorleben, darunter drei aus der WAA La Hague, hätten bei allen Kontaminationsmessungen bestanden, hatte die BLG bekanntlich auf einer Pressekonferenz am 10. Juni unterstrichen. Stutzig gemacht hat die BI jedoch, daß in dem vorgelegten Dokument der Gorleben-Betreiber keinerlei Meßdaten enthalten waren. Unter "Befund" sei durchgängig anstelle von Meßdaten "i. O." für" in Ordnung" einge tragen gewesen. Erfindlich sei jedenfalls nicht, an welchen Meßpunkten Wischtests stattgefunden haben, so die BI. Offen sei auch, warum bei einer Nachprüfung des TÜV am 25. Mai nur Stichprobenmessungen stattgefunden hätten. Das Prädikat "unabhängig" wird dem TÜV von der BT abgesprochen. Gefordert wird, daß alle Meßdaten durch die BLG offengelegt werden sollen. Und: "Die Gorleben-Betreiberin genießt keinerlei Vertrauen mehr, deshalb müssen unabhängige Fachleute kontrollieren."

Bearbeitet am:17.06.1998  /ad


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