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vom     22.06.1998

3. Wendländisches Treckerfest - Beim komischen bäuerlichen Mehrkampf gespielt:
Wettsägen gegen Castor-Verladen     

gel Reddebeitz. Die Situation drohte zu eskalieren. CastorTransporte wurden erneut behindert, Atomkraftgegner sägten an den Trägern des Verladekrans, bis sie brachen. Einige Castor-Behälter, konnten trotz der Behinderungen dennoch verladen werden. Ort des Geschehens war aber nicht etwa Breese/Marsch, wo sich der tatsächliche Verladekran befindet, sondern das Gelände des Landwirtschaftsbetriebs von Harald Günther in Reddebeitz. Dort war am Sonnabend das Zentrum des Atomkraftwiderstandes.

Ein  Höhepunkt neben dem Auftritt der Oyster-Band bei dem von der Bäuerlichen Notgemeinschaft organisierten 3. Wendländischen Treckerfest: der komische bäuerliche Mehrkampf, bei dem es unter anderem um Wettsägen gegen Castor-Verladen ging.
Ein nachgebautes Stahlgerüst diente als Imitat des Verladekrans; und gelbe Tonnen symbolisierten die Castor-Behälter, als sechs Wettkampfgruppen zu ihrem komischen Wettkampf antraten. Während eine Gruppe ,versuchte, so viele angebliche Castor-Behälter wie möglich zu verladen, sägte die andere Gruppe an den vier Trägern: alsSymbol für den hiesigen Widerstand gegen weitere Atommülltransporte ins Wendland. Eine Gruppe der bäuerlichen Notgemeinschaft Uelzen sägte am schnellsten: Nach 40 Sekunden waren die Träger durch. Andere Gruppen brauchten gar über sechs Minuten dafür. Unkte Moderatorin Claudia Heimbucher: "Die Castor-Halle wäre längst voll, wenn wir wirklich so langsam wären. "

Die sportlichen Resultate dieses Mehrkampfes interessierten weniger. Es standen vielmehr die Spiele in Anlehnung an tatsächliche Castor-Ereignisse im Mittelpunkt. So waren beispielsweise Geschwindigkeit und Geschicklichkeit gefragt, als mit zerstochenenTreckerreifen Wasser durch einen Parcours transportiert werden sollte eine Anspielung an den Splietau-Vorfall, wo die Polizei beim Sixpack-Transport bäuerliche Trecker außer Gefecht setzte, indem unter anderem auch Reifen zerstochen wurden. Dafür durften sich die Mehrkämpfer bei einem anderen Spiel revanchieren: Mit Wasserdruck galt es, Polizei-Pappköpfe umzuspritzen. Die schnellsten brauchten dafür nur drei Sekunden...
Mehrere hundert Atomkraftgegner hatten sich während des Nachmittags auf dem Hof Günther getroffen. Unter anderem stießen sie auch auf einen auf den Kopf gestellten Traktor. Motto des Kunstwerkes: "Die Welt steht auf dem Kopf - " Denn "Staat und Polizei hofieren die Atomindustrie, attackieren aber die Atomgegner", stand dort zu lesen.

Bearbeitet am:22.06.1998 /ad


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