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vom    23.06.1998

SPD: Atom-Ausstieg bis zum Jahr 2010      

 

dpa Dresden. Nach Einschätzung des SPD-Umweltexperten Michael Müller ist ein rascher Ausstieg aus der Kernenergie möglich. "Ich halte es für realistisch, in Deutschland innerhalb von acht bis zwölf Jahren zu einer Energieversorgung ohne Atomkraft zu gelangen", sagte der umweltpoltische Sprecher der, SPD-Bundestagsfraktion. Zu einem Ausstieg aus der Kernenergie gebe es wegen der ungeklärten Entsorgung, der hohen Risiken und der Gefahr des Mißbrauchs keine Altemative. Außerdem blockiere das Festhalten an der Atomkraft die Entwicklung alternativer Energien.
Laut Müller ist ein Ausstieg ohne Versorgungsprobleme möglich. In Deutschland gebe es bei der Energieversorgung große Überkapazitäten. 20 000 Megawatt würden gegenwärtig über den Bedarf hinaus produziert. Die Gesamtmenge des in Atomkraftwerken erzeugten Stroms liege bei 19 000 Megawatt. Von daher "könnte man die Reaktoren also relativ schnell vom Netz nehmen. " Derzeit wird ein Drittel des öffentlichen Stroms mit Kernenergie erzeugt. An zweiter Stelle steht die Braunkohle mit 30 Prozent. Auf die Steinkohle entfallen 26 Prozent. Vier Prozent werden mit Wasserkraft erzeugt.

Bearbeitet am: 23.06.1998/ad


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