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vom  24.06.1998

Arne Fuhrmann kritisiert BLG-Infopolitik:

Abblocken unverständlich        

 

lr Gorleben. "Unverständlich" ist dem hiesigen SPD-Bundestagsabgeordneten Arne Fuhrmann, warum die Gorlebener Zwischenlagerbetreiberin BLG dem Lüchow- Dannenberger Landrat Christian Zühlke nicht die Meß- und Prüfungsprotokolle der eingelagerten Castor-Behälter zur Einsicht vorlegen will (EJZ berichtete). Einerseits signalisiere die BLG durch ihr "Infozentrum" Offenheit und Aufklärungsbereitschaft, und hier, wo es um den Beweis von Wahrheit und Glaubwürdigkeit gehe, blocke sie ab.

"Es mag ja sein, daß die BLG nach geltendem Recht nicht verpflichtet ist, die gewünschten Unterlagen zur Verfügung zu stellen", so Fuhrmann, "aber was kostet es denn, wenn nichts zu verbergen ist, dem Wunsch des Landrates zu entsprechen?"

Die Lüchow-Dannenberger Bürgerinnen und Bürger seien mehr als alle anderen in der Bundesrepublik betroffen und fühlten sich bedroht von CastorTransporten, Einlagerungen und der Aussicht, auch noch eine PKA vor der Tür zu haben.

Wenn es der BLG ernst sei damit, Sorgen und Ängste der Menschen nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern sie auch abzubauen, dann -wäre sie zu einer anderen Art der öffentlichkeitsarbeit verpflichtet, meint Fuhrmann. Der SPD-Politiker wehrt sich gegen jede Art von Gewaltanwendung und lehnt die Besetzung und Verwüstung des BLG- Infohauses strikt ab, weist aber auch darauf hin, daß solche oder ähnliche Aktionen nicht zu erwarten wären, wenn die BLG endlich eine glaubwürdige Informationspolik betreiben würde.

Bearbeitet am: 24.06.1998/ad


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