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vom  27.06.1998

Grill zum Atomtransportskandal:
Betreiber und Land waren sich einig        

gel Gorleben. Von den grenzwertüberschreitenden Kontaminationen bei den Atommülltransporten seien keine gesundheitlichen Gefahren ausgegangen. Eine solche Einigkeit habe jedenfalls ganz offensichtlich zwischen Strahlenschützern in den Atomkraftwerken und den Länderaufsichtsbehörden bestanden. Dies erklärt der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Kurt-Dieter Grill nach der Anhörung von Energieversorgern, Länderbehörden und Gutachtern im Zusammenhang mit dem Atommülltransportskandal.

Belegt wird dieser Eindruck nach Grills Meinung von der Darstellung des bündnisgrünen Staatssekretärs Voigt. Zwischen 1994 und 1996 habe für die Landesaufsichtsbehörde angeblich keinerlei Veranlassung bestanden, den Bund über die Vorgänge zu informieren oder gar Transporte zu verbieten. Grill kritisiert: "Heute nimmt Schleswig-Holstein für sich in Anspruch, mit der Selbstkritik sei alles entschuldigt. Der gleiche Vorgang bei den Betreibem wird zum Anlaß genommen, die Zuverlässigkeit abzusprechen. "

Grill hat als ein weiteres Ergebnis aus der Anhörung mitgenommen: In Niedersachsen
habe es ganz offensichtlich keine strikte, juristisch einwandfreie Trennung zwischen dem
Aufsichtsratsmandat von Monika Griefahn und ihrer unmittelbaren Verantwortung für die
Atomaufsicht gegeben.

Grill: "Eine unappetitliche Verquickung zweier sich ausschließender Aufgaben."Darüber hinaus
habe die Anhörung gezeigt, daß Betreiber und Länderbehörden ihre Aufklärung
der Sachverhalte" erheblich beschleunigen" müßten. Der 10-Punkte-Plan der
Bundesumweltministerin Dr. Angela Merkel müsse zügig umgesetzt werden, fordert Grill.

Bearbeitet am:27.06.1998 /ad


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