vom 05.03.1998

Am 25. März: Castor in Ahaus?

Hiesiger Widerstand bereitet sich vor "Volxküche" rollt als Vorhut

ir Platenlaase. Rollt ein Castor-Transport am 25. März ins atomare Zwischenlager Ahaus? Dieser Termin sei mittlerweile "durchgesickert", so berichteten zwei Vertreter der "Initiative für ein atommüllfreies Münsterland" im Platenlaaser "Cafe Genzbereiche" während eines Informationsabends zum erwarteten Ahauser "Tag X".
Wie die rund 100 Zuhörerinnen und -hörer dort weiter erfuhren, hatten sich jüngst zu einem "Sonntagsspaziergang" rund um das Ahauser Zwischenlager etwa 4 000 Atomkraftgegner eingefunden. Mit dabeigewesen seien kirchliche Gruppen und viele Landwirte mit Traktoren. "Die Ansteckung von Gorleben nach Ahaus hat also funktioniert", freut sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg. Nun gebe es endlich mehr als nur einen Brennpunkt in der Auseinandersetzung um die Atomkraft, heißt es in einer Erklärung der Bürgerinitiative.

Nach Erkenntnissen der Initiative werden für den CastorEinsatz in Ahaus 30 000 Polizisten aufgeboten. Die hiesige BI Umweitschutz organisiert einen Konvoi nach Münster und ins "wendländische Camp". Als Vorhut der Lüchow-Dannenberger Atomkraftgegner startet am Sonnabend, dem 14. März, um 11.30 Uhr vom Dannenberger Marktplatz aus die "Volxküche"; sie soll "gebührend" verabschiedet werden.

Eine Großdemonstration gegen Castor-Transporte findet am Sonnabend, dem 21. März,in Münster statt. Anschließend fahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Camps nach Ahaus und Umgegend.

Das Widerstandskonzept für Ahaus, so die BI Lüchow-Dannenberg, trage das Motto "Der Castor bleibt da". Blockaden sollen bereits an den Atomkraftwerken Gundremmingen und Neckarwestheim erfolgen Helfe das nicht, gehe es "dem Castor entgegen". Komme er trotzdem, laute die Parole "Trainstopping in Ahaus".

Bearbeitet am:05.03.1998 /ad


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