vom 17.03.1998

BI gegen harten Polizeieinsatz

 

Ir Gorleben/Ahaus. Die hiesige Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) will der Polizei beim Castor-Einsatz in Ahaus keinen Rechtfertigungsgrund für ein hartes Durchgreifen liefern.

Gleichzeitig kritisiert die BI die im Raum Ahaus verhängten Demonstrationsverbote, Diffamierungen von Atomkraftgegnern in der Öffentlichkeit und auch Campverbote. Immerhin, erinnert die BI, liegen fünf der neun Camps für Demonstranten in der Verbotszone. Die BI hält diese Verbote für nicht verantwortungsbewußt und meint: "Pauschale Kriminalisierung, untermauert durch diese kurzfristig erteilten Demonstrationsauflagen, bestärken die VerantwortIichkeit jedes einzelnen."

Der für den Ahaus-Einsatz verantwortliche Polizeipräsident Wimber befürchtet, daß im verbotenen Nordcamp, dem der BI LüchowDannenberg militante Gruppen untergebracht werden könnten. Man befürchtet "wendländische Zustände in Ahaus". "Da hat er sich wieder einmal schlecht beraten lassen", meint dagegen die Bl. Denn die hiesigen Atomkraftgegner wollen in Ahaus, "keine Wiederholungen der gewalttätigen Übergriffe wie in Gorleben." Auf Schlagstockeinsatz und Wasserwerfer könne man verzichten. Die BI erklärt: "Wir sind nicht die legitime Rechtfertigung der Polizei, die schon im Vorfeld erkläre, daß sie "unter solchen Umständen zu dem von ihr angestrebten differenzierten Vorgehen kaum in der Lage" sei.

Bearbeitet am: 17.03.1998/ad


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