vom 20.03.1998

Zwischenlager füllt Stadtkasse

 

Ahaus. Das Brennelemente-Zwischenlager im westfälischen Ahaus (BZA) ist fast baugleich mit dem Zwischenlager in Gorleben. In die 1990 fertiggestellte, knapp 200 Meter lange BZA-Halle rollten zwischen 1992 und 1995 in 57 Castor-Transporten abgebrannte Brennstäbe des stillgelegten Thorium-Hochtemperaturreaktors Hamm-Uentrop. Mit den 305 gestapelten Castor-Behältern vom Typ THTR/AVR sind 50 der 420 BZA-Stellplätze belegt.

Die beiden ersten atomrechtlichen Genehmigungen des Lagers stammen von 1987 und 1992. Sie umfassen die 40jährige Aufbewahrung bestrahlter Brennelemente aus THTR- und Leichtwasser-Reaktoren. Alle 19 Atomkraftwerke aus den alten Bundesländem haben sich Stellplätze in Ahaus reserviert. Das Oberverwaltungsgericht Münste genehmigte im November 1997 eine Erweiterung der Lager-Kapazität von 1 500 auf 3 960 Tonnen. Die westmünsterländische Stadt Ahaus hat vom BZA bisher sehr profitiert: Mit 49 Millionen Mark honorierte die Landesregierung die Zustimmung des traditionell CDU-regierten Stadtrats zum Bau des Lagers Hinzu kommen vom BZA jährlich rund eine Million Mark an Gewerbesteuern. Ahau konnte so den Zusammenbruch der alten Textihndustrie verkraften. dp:

Bearbeitet am:20.03.1998 /ad


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