vom 23.03.1998

Demonstrationen gegen Castor

Bl in Ahaus dabei

by Lüchow. In Lüchow, vor 0rt in Ahaus und in Münster haben Lüchow-Dannenberger Atomkraftgegner gegen den Atommülltransport nach Ahaus protestiert.

Rund 300 Menschen kamen am Freitagabend zu einer Kundgebung auf dem Lüchower Marktplatz zusammen. Einig war man sich, daß sich die" widerstandserprobten Wendländer" nicht einschüchtern lassen werden. "Unser Widerstand wächst, XXL wird geradezu unbequem werden", hieß es. Die Lüchow- Dannenberger legten auf dem Marktplatz auch eine Schweigeminute für den tödlich verunglückten BGS- Beamten ein.

Vor Ort in Ahaus demonstrierten am Freitag mehrere hundert Menschen aus dem Wendland. Donnerstag abend waren drei Busse im Konvoi mit zahlreichen Pkw gestartet. Das sogenannte Nordcamp der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg vor 0rt hatte die Polizei am Donnerstagnachmittag geräumt., Obwohl das Camp ordnungsgemäß angemeldet war, erteilte die Polizei einen Platzverweis, berichtet Francis Althoff vom BI-Vorstand. Ein auf einem Pkw-Anhänger mitgeführter 27-PS-Trecker wurde als mögliche Tatwaffe fahruntüchtig gemacht, berichtete die BI-Vorsitzende Susanne Kamien.

In das Demonstrationsgeschehen mischten sich die Wendländer nach Angaben der BI "massiv" mit ein. Trotz der Bewachung der Gleiskörper auf mehreren Streckenkilometern gelang es kleineren -und größeren Pulks von Demonstranten immer wieder, sich auf die Schienen zu hocken. Ein Mann aus Meuchefitz habe sich in einer Einzelaktion sogar unter den Atommüllzug geworfen und ihn auf diese Weise zum Stillstand gezwungen. "Die Räumungsmethoden warer äußerst rüde", kritisierte BI Vorständler Wolfgang Ehmke. Ein Mann aus dem Wendland wurde schwer verletzt, er liegt inzwischen in der Uniklinik in Eppendorf.

"Die Ansteckung hat funktioniert", freut sich die hiesige BI rund 8000 Demonstranten seien im Laufe des Freitags nach Ahaus gekommen. Mit den Münsterland gebe es nun eine weiteren Schwerpunkt bein Reizthema Castor. Die Ausstiegsdiskussion werde mit jede weiteren Großaktion kräftig an gekurbelt. "Wir sind gespannt wieviel Polizei sich dieses Land noch leisten will, um der Atomindustrie die Stange zu halten. Wir zumindest kündigen jetzt schon an: "Wir tun es immer wie der, bis NIX mehr geht."

Bearbeitet am:23.03.1998 /ad


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