ejzmini.gif (448 Byte)
vom 19.05.1998         

Wert 550fach überschritten
Transport war verstrahlt

 

lno Kiel/Brünsbüttel. Ein Atommüll-Transport aus Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) ist nach Aussage des Kieler Energieministeriums im Juli 1997 verstrahlt in der Wiederaufarbeitungsanlage im französischen La Hague angekommen. Vor knapp zwei Wochen war in Frankreich bekannt geworden, daß mehrere Atommüll-Transporte nach La Hague aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz in verstrahlten Behältern zur Wiederaufarbeitungslage gebracht wurden. Das Energieministerium teilte gestern mit, die Information, daß darunter auch ein Transport aus dem Atomkraftwerk Brunsbüttel
war, sei erst am Wochenende vom Bundesumweltministerium bekanntgegeben worden.

Energieminister Claus Möller (SPD) berichtete an dem Waggon sei am 15. Juli 1997 von der La Hague-Betreiberfirma Cogema eine"punktuelle Kontamina'tion" von 2 200 Bequerel (Bq) gemessen worden. Der zulässig Grenzwert liegt bei vier Bq.
Vor und nach dem Beladen in Brunsbüttel hätten sämtliche Messungen Werte weit unter den Grenzwerten ergeben.
Die Kontamination von 2 200 Bq führt nach Aussage von Medizinern nicht zu großen radiologischen Belastungen.

Bearbeitet am: 19.05.1998/ad


zurück zur Homepage