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vom  23.05.1998

Hintergrund

Schäden durch Radioaktivität

Hamburg. Schäden durch Radioaktivität sind vor allem von der Dauer, der Art und der Stärke der Strahlen abhängig. Bereits niedrig dosierte Strahlen können das Erbgut verändern und damit langfristig Krebs auslösen. Von welcher Strahlendosis an solche Schäden auftreten können, ist jedoch auch unter Wissenschaftlern umstritten.

Besonders Leukämie (Blutkrebs), Schilddrüsen-, Lungenund Brustkrebs zählen zu den möglichen Spätwirkungen von Radioaktivität. Krebs entwickelt sich gewöhnlich erst Jahre oder Jahrzehnte nach der Bestrahlung. Schädigen Strahlen das Erbgut der Keimzellen (Ei und Samen), können sie bei nachfolgenden Generationen wahrscheinlich Erbkrankheiten hervorrufen. Geringe Schäden des Erbguts kann das Reparatursystem der Körperzellen aber beheben.

Auch von natürlichen Quellen kann eine erhöhte Radioaktivität ausgehen. So sind vier bis zwölf Prozent der Lungenkrebsfälle in Deutschland nach ersten Ergebnissen einer neuen Studie auf das Einatmen des natürlichen Gases Radon zurückzuführen.

Stärkere Strahlung kann die Zahl bestimmter Abwehrzellen (Lymphozyten) im Blut vermindem, ohne jedoch weitere Symptome hervorzurufen. Zu den sofort auftretenden Symptomen bei hohen Strahlendosen zählen Fieber, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Verbrennungen der Haut sowie Mund- und Rachenentzündungen. Nach Wochen führen hohe Strahlendosen zu Haarausfall, inneren Blutungen und im Extremfall auch zum
Tod. dpa

Bearbeitet am: 23.05.1998 /ad


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