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vom   23.05.1998    

Von Blottnitz fordert den Rücktritt von Merkel:
Hoffnungslos überfordert

Ir Lüchow. "Große Zweifel an der Glaubwürdigkeit der BLG" hegt die Grabower Europaabgeordneten Undine von Blottnitz, Die von den Betreibern des Gorlebener Zwischenlagers eiligst veröffentlichten Meßergebnisse
könnten nicht darüber hinwegtäuschen, daß die deutsche Atomwirtschaft seit Mitte der 80erJahre "fahrlässig und unverantwortlich mit der Gesundheit von Bürgerinnen und Bürgern - darunter auch jene in Uniform - umgegangen" sei.
Das jahrzehntelange Verschweigen der zum Teil um das 3 000fache überschrittenen Transportgrenzwerte habe die "stets von Skandalen geprägte Atomwirtschaft weiter diskreditiert und die Unfähigkeit der Atomaufsicht offen zutage treten lassen", meint die bündnisgrüne Energiepolitikerin. Sie erinnert an das Atomgesetz, in dem Zuverlässigkeit eine Grundvoraussetzung für die Erlaubnis zum Betrieb von Atomanlagen sei.

Das von den AKW-Betreibern nun eingestandene "wissentliche Mißachten geltender Gesetze" habe einen "weiteren Beweis für die Unzuverlässigkeit der Atomindustrie geliefert", folglich sei die Betriebserlaubnis für die Atomkraftwerke zu entziehen.

"Unzuverlässigkeit" und "untauglich" sind die Attribute, mit denen die Europaabgeordnete Angela Merkels Rolle "in diesem Schmierentheater" beschreibt. Und von Blottnitz fragt, ob die Umweltministerin vielleicht doch schon 1995 über die strahlenden Transportprobleme unterrichtet war, als sie bei einer CDU-Kreisdelegiertenversammlung erklärte, daß beim Beladen eines Castors ähnlich wie beim Kuchenbacken schon mal etwas Backpulver daneben gehe. Damals wie heute habe Merkel "auf erschreckende Weige bewiesen, daß sie in ihrem Amt hoffnungslos überfordert ist", meint von Blottnitz und
fordert den Rücktritt der Ministerin.

Bearbeitet am: 23.05.1998  /ad


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