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vom 09.11.1998

Info-Veranstaltung zur PKA
"Nicht notwendig"          

Ir Gartow. Die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle soll durch die geplante Pilotkonditionierungsanlage (PKA) in Gorleben wirtschaftlich optimiert werden. Doch das rechtfertige nicht die radioaktive Belastung von Luft und Wasser und damit von Lebewesen.

Dies war im Kein das Ergebnis einer Inforinationsveranstaltung der Castor-Gruppe Höhbeck im Gartower "Haus des Gastes". Immerhin interessierten sich rund 80 Zuhörer für die Ausführungen des Atomphysikers Udo Jentzsch, der Mitglied der Bürgerinitiative Umweltschutz ist.

Jentzsch betonte, daß das ursprüngliche Konzept der PKA, endlagerfähige Produkte herzustellen, keine Rolle mehr spiele. Vielmehr solle unter anderem der gesamte radioaktive Atommüll, der in La Hague und Sellafield lagere, in der PKA bearbeitet werden. Dabei würden aus dem Schornstein radioaktive Gase und Aerosole und mit den Abwässern in die Elbe Radionuklide freigesetzt, warnte Jentzsch. Er äußerte die Befürchtung, daß die PKA mehr Radioaktivität als ein Atomkraftwerk im Normalbetrieb abgeben könnte.
In der Diskussion wurde betont, daß es für eine PKA keine Notwendigkeit und auch keinen Genehmigungszwang gebe: weil die ursprüngliche Konzeption keine Rolle mehr spiele und ein Endlager nicht vorhanden sei. Besucher aus Orten jenseits der Elbe äußerten ihre Befürchtungen, daß auch ihre Elbseite hochgradig verseucht werden könnte durch Abluft und Abwässer der PKA und sich dadurch ihre Lebensbedingungen massiv verschlechtern könnten.

Bearbeitet am: /ad


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