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vom   18.11.1998       

Demonstrant gegen Atommüll-Transport wurde freigesprochen

Bielefeld (dpa) - Ein Gericht hat am Mittwoch einen 29jährigen Demonstranten gegen die Atomtransporte in Deutschland vom Vorwurf der Nötigung freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte den Studenten aus
Bielefeld (Nordrhein-Westfalen ) angeklagt, weil er im Frühjahr einenEisenbahn-Zug mit Atommüll-Behältern behindert hatte. Der Student hatte sich an die Bahngleise gekettet.

In seiner Urteilsbegründung erklärte der Richter des Amtsgericht, der Mann habe nicht den Zug anhalten, sondern "nur die Aufmerksamkeit der Medien auf sich lenken" wollen.

Unter dem Schutz von 30 000 Polizisten hatte damals ein Atommüllzug sechs Castor-Behälter mit abgebrannten Brennelementen aus süddeutschen Kernkraftwerken ins Zwischenlager in Ahaus (Nordrhein- Westfalen)
gebracht.

Bearbeitet am: 18.11.1998/ad


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