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vom  24.11.1998

Krümmel: Kiel Will Gutachten

Ini Hannover/Kiel. Nach Bekanntwerden des neuen Gutachtens zum Atomkraftwerk Krümmel in der Elbmarsch haben Umweltschützer gestem bei der Staatsanwaltschaft Lübeck Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Niedersachsen sowie der Bundesverband der Bürgerinitiativen wollen mit einem Ermittlungsverfahren klären lassen, ob das Atomkraftwerk für eine Häufung von Leukämie-Erkrankungen in der Elbmarsch verantwortlich ist.
Am vergangenen Wochenende war ein Gutachten veröffentlicht worden, das die Bremer Wissenschaftlerin Prof. Inge Schmitz-Feuerhake für die Bürgerinitiative gegen Leukämie in der Elbmarsch erstellt hatte. Danach sei die Samtgemeinde Elbmarsch mit Reaktorplutonium kontaminiert.

Unterdessen forderte Schleswig-Holsteins Energieministerium beim TÜV Süd in München eine Stellungnahme zu den gesundheitlichen Gefahren an, die von dem bei Krümmel gefundenen Plutonium-Spaltprodukt Americium 241 (Am 241) ausgehen. Außerdem will das Ministe-rium weitere Stellungnahmen einfordern.

Die Kernkraftwerk Krümmel GmbH wies die Vorwürfe der Uni Bremen scharf zurück. Schmitz-Feuerhake habe mit ihrem Bericht erneut Ängste geschürt. Das von der Wissenschaftlerin gemessene Am 241 sei keine Besonderheit aus den physikalischen Abläufen in einem Kernkraftwerk. Es werde industriell in größerem Umfang hergestellt.

Bearbeitet am: 24.11.1998/ad


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