ejzmini.gif (1299 Byte)
vom  24.11.1998 

Anti-Atom-Initiativen tagten in Göttingen - Unterstützung der hiesigen BI angekündigt:

Hilfe bei Aktionen gegen die PKA

lr Lüchow. Die hiesige Bürgerinitiative Umweltschutz wird bei Aktionen gegen die Pilot- Konditionierungsanlage (PKA) in Gorleben überregionale Unterstützung erhalten. Dies ist ein Ergebnis des "Strategietreffens", zu dem sich rund 30 Delegierte verschiedener Anti- Atomkraft-Initiativen in Göttingen getroffen hatten. Wie dort betont wurde, seien die PKA Gorleben und das Atomkraftwerk Biblis A für die AntiAtom-Bewegung "Prüfsteine,
an denen Rot-Grün den Ausstiegswillen realpolitisch unter Beweis stellen" könne.

In einem Rückblick der BI Lüchow-Dannenberg auf das Treffen heißt es, die dort vertretenen Initiativen wollen nicht den Verlauf von Konsensgesprächen zwischen der rot- griinen Bundesregierung und der Stromwirtschaft abwarten, sondern eine eigenständige "Lobbyarbeit für Atomausstieg" f oreieren. Die Atomkraftgegnerinnen und -gegner vereinbarten, sich "thematisch und aktionistisch einzuklinken", wenn ab Ende Januar 1999 über die Zukunft der Atomkraft verhandelt wird.

Zur Frage des AtomkraftAusstiegs betonten die Initiativen dieser sei weder ein finanzielles noch ein versorgungstechnisches Problem. Kein Licht gehe aus, würden alle Reaktoren abgeschaltet. Aber der Ausstieg müsse einhergehen mit massiver Förderung regenerativer Energien.

Die Initiativen bedauern, daß im Koalitionsvertrag die Fragen des Kernschmelzrisikos von Reaktoren und die Gesundheitsgefährdung durch Niedrigstrahlung ausgeklammert blieben. Diese Themen werden Schwerpunkte der Initiativenarbeit im kommenden Jahr werden, wird angekündigt. Von Umweltminister Jürgen Trittin erwarten die Initiativen, daß er sich "unverzüglich zum Castor-Skandal äußert". "Will er sich auf die Studie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit stützen, die von seiner CDU-Vorgängerin Merkel bestellt wurde und die die Aufklärung um die Kontaminationsursache für erledigt erklärt?" So fragt Wolfgang Ehmke als Konferenzsprecher der Initiativen und betont: "Wir erwarten eine umfassende Klärung des Kontaminationsskandals und einen definitiven Transportestopp, der über das bisherige Gentleman-Agreement zwischen Merkel und AKW-Betreibern hinausgeht"

Bearbeitet am: 24.11.1998 /ad


zurück zur Homepage