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vom  27.11.1998        

Jüttner will rote Karte für Castor

dpa Hannover. Niedersachsens Umweltminister Wolfgang Jüttner (SPD) hat seinen Bonner Amtskollegen Jürgen Trittin (Grüne) aufgefordert, alle Transportgenehmigungen für Atommüll zurückzunehmen. Die Rechtslage lasse diesen Schritt zu, sagte er gestern in
Hannover. "Er (Trittin) sollte die Chance nutzen," Jüttner räumte ein, daß sich an der Praxis nichts ändern würde, da ohnehin alle Transporte nach der Affäre um verstrahlte Behälter seit Monaten eingestellt sind. Eine Rücknahme der nur ausgesetzten Genehmigungen würde aber die Situation, die heute faktisch besteht, "auf eine saubere Rechtsgrundlage stellen".

Der niedersächsische Umweltminister sprach sich dafür aus, die bereits fertig beladenen Castor-Behälter in der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague vorerst dort zu belassen. Ihr Transport in die Zwischenlager Ahaus (Nordrhein-Westfalen) oder Gorleben (Niedersachsen) während der Erfergiekonsensgespräche im kommenden Jahr wäre eine "mißtrauensbildende Maßnahme".

Bearbeitet am: 27.11.1998/ad


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