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vom  16.10.1998

Auszeit in Gorleben würde teuer        

Ini Gorleben. Auf den Bund kommen möglicherweise unübersehbare Kosten zu, falls es bei der Erkundung des Gorlebener Salzstücks auf die Eignung als atomares Endlager zu einem gesetzlich verordneten Aufschub (Moratorium) kommt. Darauf hat gestern der Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter, Arthur Jankert, hingewiesen. Bislang hätten die Energieversorgungsunternehmen (EVU) im Rahmen der Vorausleistungsverordnung rund 1,8 Milliarden Mark in das Projekt investiert.
"Sollte es zu dem von Niedersachsens Umweltminister Wolfgang Jüttner angekündigten Moratorium kommen, so wird das Bergwerk unter Umständen über Jahre hinweg befahrbar gehalten werden müssen", sagte Jankert. Steige die neue Bundesregierung aus politischen Gründen aus dem Gorlebener Endlagerprojekt aus, dann müsse der Bund die Kosten dafür tragen. Anders sehe es freilich aus, wenn Sicherheitskriterien zu einem Erkundungsstopp führen sollten.

Der SPD-Vorschlag, einen neuen Endlagerstandort in kristallinem Gestein - also in Granitformationen - zu erkunden, führe zu einer neuen kostenintensiven Standortsuche. Jankert: "Definitiv scheidet Norddeutschland dafür aus. " Vorstellbar seien Granitvorkommen im Schwarzwald, im Bayerischen Wald, im Mehtelgebirge und im Erzgebirge.

Bearbeitet am: 16.10.1998 /ad


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