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vom  05.09.1998

 Enteignung von Kirche und Graf von Bernstorff:

BfS zog Antrag zurück       

dm, Breese/Marsch. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die Anträge auf Enteignung der Salzrechte von Andreas Graf von Bernstorff und der Kapellengemeinde Gartow-Meetschow-Gorleben bereits vor ein paar Monaten zurückgezogen. Das berichtete Asta von Oppen von der Rechtshilfe Gorleben am Donnerstag während der Demonstration gegen die Atomanlagen vor der Castor-Verladestation in Breese/Marsch. Ralf Schmidt, Sprecher des BfS in Gartow, bestätigte diese Informationen.

Die Bundesbehörde habe die Enteignungsanträge zurückgezogen, weil der südöstliche Teil
des Salzstockes, wo sich die Grundstücke der Kirche und des Grafen befinden, vermutlich für ein atomares Endlager nicht gebraucht wird, erläuterte Schmidt gegenüber der EJZ. Sollte sich jedoch herausstellen, daß der nordöstliche
Bereich des Stockes, der derzeit erkundet wird, ungeeignet sei, werde das Enteignungsverfahren erneut in Gang gesetzt.
Allerdings hat das BfS seinen Antrag auf Aufsuchung des Salzes zu "wissenschaftlichen Zwecken" nach Angaben des Prozeßbevollmächtigen von Graf Bernstorff, Dr. Reiner Geulen, aufrechterhalten und sogar Klage vor dem Verwaltungsgericht erhoben, weil das
Oberbergamt Clausthal-Zellerfeld diesen Antrag zurückgewiesen habe. Faktisch beinhalte der Aufsuchungsantrag die gleichen Erkundungsmaßnahmen wie der Enteignungsantrag, so Geulen.

Das BfS habe gegen den Rahmenbetriebsplan zur Salzförderung des Grafen von Bernstorff Widerspruch beim Bergamt Celle eingelegt, berichtete von Oppen, was BfSSprecher Schmidt ebenfalls bestätigte. Der Widerspruch ist nach Angaben von Schmidt vom BfS nicht begründet worden. Das Bergamt hat den Antrag des Grafen unter Auflagen genehmigt, der von Salinas ist zunächst abgelehnt worden.

Bearbeitet am: 05.09.1998/ad


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