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vom  16.09.1998

Abschlußbericht zu Transportskandal
Plastikhüllle für Atom-Behälter

dpa Bonn. Eine zusätzliche Plastik-Umhüllung für Behälter soll künftig radioaktive Verunreinigungen bei Atom-Transporten verhindern. Dieser Vorschlag wird im Abschlußbericht über die Affäre der übermäßig belasteten Atornmün-Transporte gemacht, den Bundesumweltministerin Angela Merkel (CDU) gestern in Bonn vorstellte. Die Kontaminationen seien nach dem Ursachen-Prüfbericht der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) auf den Beladevorgang in den radioaktiv verunreinigten Naßlagerbecken für Brennelemente der Kernkraftwerke und den französischen Behälterty zurückzuführen.

Zunächst soll es voraussichtlich mindestens bis Jahresende - bei dem im Mai verhängten Stopp für Transporte mit hochradioaktivem Material bleiben. Ein Zeitpunkt für die Aufhebung sei noch nicht abzusehen, betonte Merkel. Von den Auflagen in ihrem ZehnPunkte-Plan zu Verbesserungen werde sie nicht abrücken. Interessen von Kraftwerksbetreibern, Brennelemente möglichst früh wieder transportieren zu können, seien bei ihrer Entscheidung nicht von Belang.

Eine zusätzliche Plastikhülle beim Ladevorgäng sei grundsätzlich geeignet, zunächst Abhilfe zu schaffen, sagte sie. Jetzt müßten. allerdings erst einmal die geplanten "Tauchtests" von Behältern mit dieser Hülle unter Praxisbedingungen abgewartet werden. Die SPD hielt Merkel vor, sie wolle eine politische Lösung verzögern und die Atomwirtschaft vor harten Konsequenzen bewahren.

Bearbeitet am: 16.09.1998 /ad


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