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vom   19.09.1998

Junger Mann in Tespe an Leukämie erkrankt
Wieder Blutkrebs in Krümmel Nähe

nt/mh/ots Geesthacht. Ein weiterer Leukämiefall in der Nähe des Kernkraftwerkes Krümmel bei Geesthacht ist jetzt bekannt geworden: Ein junger Mann ist in Tespe an Blutkrebs erkrankt.
"Wir registrieren außerdem vermehrt Leukämie-Erkrankungen auch bei älteren Bürgern ab 60 Jahren", so die Reppenstedter Ärztin Dr. Helga Dieckmann. Vor den Toren des Reaktors untermauerten sie, und die Umweltorganisation Greenpeace gestern ihre Forderung, den "Katastrophenineiler Krünimel" stillzulegen.
Im Umkreis von fünf Kilometern um das Atomkraftwerk sind jetzt insgesamt neun Leukämiefälle bei Kindern und mehrere Fälle von Erwachsenenleukämie bekannt. Ein weiteres Kind leidet an einer Vorfonn der Leukämie.

Nach Auskunft von Helga Dieckmann - sie arbeitet in den wissenschaftlichen LeukämieKommissionen der Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit - leiden überdies zwei Kinder in der Region an Gehirntumoren.

Schon im Dezember 1997 hies in einer Erklärung der Fachkommission Leukämie des Landes Schleswig-Holstein: "........die radioaktiven Emissionen aus dem Kernkraftwerk Krümmel haben mit großer Wahrscheinlichkeit das vermehrte Auftreten von Leukämien ausgelöst - ein nennenswerter Betrag durch andere denkbare Verursacher ist unwahrscheinlich". Ein wissenschaftlicher Nachweis, daß zwischen dem Reaktor und der Häufung von Blutkrebserkrankungen in der Elbmarsch ein Zusammenhang besteht, konnte bisher aber nicht erbracht werden.

Dr. Dieckmann erinnerte jedoch an einige Ungereimtheiten im Umfeld des Reaktors, der auch in jüngster Zeit wieder durch diverse Pannen in die Schlagzeilen geraten war. So an die Schwierigkeiten mit dem Reaktordruckbehälter, der ei der Montage nicht genau zusammengepaßt hatte.

Bearbeitet am:19.09.1998 /ad


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