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vom  26.09.1998        

Unfall in Krümmel

Ino Lübeck. Im Kernkraftwerk Krümmel hat es offenbar Anfang Juli einen Zwischenfall mit einem Flaschenzug gegeben. An dem Gerät sei manipuliert worden, eine Last sei herabgestürzt, erklärte der zuständige Lübecker Oberstaatsanwalt Günter Möller auf Anfrage. Allerdings sei niemand verletzt worden. Auf den Unfall seien die gehören erst nach eigenen Ermittlungen gestoßen, er sei vom Betreiber nicht gemeldet worden.

Weitere Angaben wollte Möller aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen. Der Sprecher der Kernkraftwerk Krümmel GmbH, Johannes Altmeppen, erklärte, bei dem Vorfall Anfang Juli habe es sich um einen Arbeitsunfall gehandelt, der technische Ursachen gehabt habe. Vor knapp zwei Wochen war bekannt geworden, daß am 20. August in einem Werkzeuglager des umstrittenen Kernkraftwerkes bei Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) an zwei Hubzügen angesägte bzw. durchtrennte Kettenglieder entdeckt worden waren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seither wegen Sabotage und will auch eine politische Straftat aus dem Lager militanter Atomkraftgegner nicht ausschließen.

Bearbeitet am: 26.09.1998 /ad


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