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vom  03.03.1999
Von Blottnitz: Größere Transparenz

Ir Grabow. Einen Erfolg im Kampf um mehr Transparenz im europäischen Atombereich hat Undine von Blottnitz (Bündnis 90/Grüne) im Europäischen Parlament verbucht. Die "ständige Arbeitsgruppe für den sicheren Transport radioaktiver Stoffe" wird künftig nicht mehr gänzlich unter Ausschluß der Öffentlichkeit beraten. Die EU-Kommission sicherte der Energiepolitikerin der Grünen zu, daß die Sitzungsprotokolle der bislang streng geheim agierenden Expertenrunde "ab jetzt auch dem Energieausschuß des Parlaments zur Verfügung stehen".
Der Anti-Atom-Politikerin aus Grabow sind die "Geheimbünden ähnelnden" diversen nuklearen Beratungsgremien der EU-Kommission ein Dorn im Auge. Nach Durchsicht der offiziellen EU-Veröffentlichungen zum heiklen Thema der Atomtransporte war für die Energiepolitikerin "klar, daß insbesondere die deutschen Behördenvertreter in der Atomtransport-AG schon seit Jahren um die enormen Oberflächenkontaminationen der Behälter gewußt haben mußten". Die damals verantwortliche Umweltministerin Angela Merkel hatte Kenntnisse damals stets abgestritten. Von Blottnitz fühlt sich in ihrem Verdacht bestätigt, daß "in der Vergangenheit in voller Kenntnis der Kontaminationsprobleme bewußt leichtfertig mit der Gesundheit der Transportbediensteten sowie der Menschen an den Atomtransportstrecken umgegangen worden" sei.

Bearbeitet am:  03.03.1999/ad


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