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vom 25.04.2007


Kommentar


Sicher ist nur die Unsicherheit

Von Werner Kolbe

Wenn es um Atomkraft im Allgemeinen und um Gorleben im Besonderen geht, gibt es stets mindestens zwei Meinungen. So hat die Schweizer Behörde für die Lagerung radioaktiver Abfälle nachgewiesen, dass Tonformationen besonders geeignet für den strahlenden Atommüll sind. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe präsentierte eine Studie, nach der sich Steinsalz im Vergleich mit Kri stallin- und Tongesteinen für die Endlagerung von Atommüll geradezu aufdrängt.

Auch das Salzbergwerk Asse schien sich in den 70er-Jahren aufzudrängen, galt als sicher. Heute ist nur sicher, dass pro Tag rund 12000 Liter Salzlauge in den Schacht dringen und die 126000 mit radioaktivem Müll gefüllten Blechfässer anfressen werden. Daraus kann zwar nicht abgeleitet werden, dass änliches auch im Salzbergwerk Gorleben droht. Fest steht aber: Niemand kann das Eindringen von Salzlauge ausschließen. Niemand kann Gorleben als geeignet bezeichnen, solange kein einziger alternativer Standort geprüft worden ist. Hier ist der Bund in der Pflicht, sich gegenüber der Atomlobby durchzusetzen. Auch wenn diese im Wendland schon mehr als eine Milliarde Euro „verkundet" hat.

Bearbeitet am: 26.04.2007/ad


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