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vom 29.10.2008

Symposion mit Dämonen

Endlager-Tagung in Berlin: Gorleben-Gegner mit Protesten dabei

gel Berlin/Gorleben. Atomkraftgegner wollen das Endlager-Symposion des Bundesumweltministeriums in Berlin mit Protesten begleiten. »Schwarz-Rot setzt fort, was Rot-Grün bereits vorgezeichnet hat: Die Atommüll-Entsorgung wird auf die lange Bank geschoben, aber Atommüll wird weiter produziert», begründet die hiesige Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) die Aktionen.

Demonstriert werden soll unter anderem gegen die wiederholten Ankündigungen von Unionspolitikern, die allein auf Gorleben als nukleares Endlager für die stark strahlenden Abfälle setzen und das Endlager-De-saster in Morsleben und in der Asse II ignorieren. Der Protest richtet sich aber auch gegen die Ankündigung der Großen Koalition, dass in dieser Legislaturperiode nicht mehr mit einer Endlager-Lösung zu rechnen sei. Die BI kritisiert, dass das ministerielle Papier zu den Sicherheitsanforderungen an ein Endlager auf ein doppeltes geologisches Barrieresystem verzichtet. »Aus dem Versagen von Experten, Behörden und politischen Entscheidungsträgern in der Asse und Morsleben wird nichts gelernt», resümieren die Gorleben-Gegner.

Deshalb würden sich die Wendländer gemeinsam mit den Bürgerinitiativen aus dem Raum Salzgitter, Wolfenbüttel und Morsleben auf der morgen beginnenden Konferenz und auch am Veranstaltungsort argumentativ und demonstrativ einmischen. Unter anderem soll das Markant-Aktionstheater mit einer Performance ein Geisterschiff mit Atommüll-Fässern von Dämonen-Figuren auf Stelzen zum Konferenzgebäude ziehen lassen. Und die »Atomi-aner» thematisieren das nach BI-Ansicht ungelöste und un- terschätzte Problem, wie über Jahrtausende hinweg kommunizierbar sein soll, wo der Untergrund durch die Endlagerung vergiftet und verstrahlt wurde.

Bearbeitet am: 29.10.2008/ad


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