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vom 03.09.2008

Zentrale Protestthemen

Atomkraft-Gegner halten erneuten „Ratschlag" ab

we Breselenz. Der Medienrummel um die eine Renaissance der Atomkraft und die Debatte über die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke werden während des nächsten Castor-Transportes nach Gorleben die zentralen Protestthemen sein. Das kristallisiert sich nach einem weiteren „Ratschlag" hiesiger Atomkraftgegner in Breselenz heraus. Wahrscheinlich wird die nächste Castoren-Fuhre mit elf Behältern mit hochradioaktivem Müll zwischen dem 7. und 10. November aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins Zwischenlager Gorleben geliefert. Am 8. November wird in Gorleben demonstriert.

Für die Gorleben-Gegner dreht sich so gut wie alles um die Frage, was aus dem Moratorium in Gorleben wird. Für die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) ist klar: Das Moratorium steht für das Eingeständnis, dass Gorleben aus geologischen Gründen als Endlager nicht in Frage kommt. Die Vernetzung mit den Endlager-Standortinitiativen in Salzgitter, Morsleben und Wolfenbüttel sei von daher ein wichtiger Mobilisierungsbeitrag.

Über die kleine Parteienkonkurrenz, die jetzt in der Mobilisierung für den 8. November Puppenaktion zum Castortransport entbrennt, freuen sich die Gorleben-Gegner sichtlich. Die Grüne Jugend sei besonders rege und habe sich einen starken Auftritt für den 8. November zum Ziel gesetzt. Um den Demonstrationstermin bundesweit publik zu machen, läuft die Unterschriftenkampagne für den Anzeigentext in Tageszeitungen weiter.

Seine Hausaufgaben aber will der Gorleben-Widerstand selbst machen. Die Gorlebenfrauen haben sich als Gruppe neu zusammengefunden. Die Bäuerliche Notgemeinschaft hat die Idee aufgegriffen, eine Landschaftsaktion der Kulturellen Landpartie auszubauen: Puppen hocken am Wegesrand, sitzen auf dem Trecker, sitzen auf Bäumen - das könnte bizarre Bilder ergeben. Die BI selbst wird Ende September in die Rosenstraße in Lüchow umziehen und dort ein Haus als Kommunikationszentrum mit Büro und Sitzungsraum zur Verfügung haben.

Die Dörfer, so eine weitere Verabredung, melden an das BI-Büro, mit wie vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 8. November zu rechnen sei, Xe werden aufpoliert, und an ungewöhnlichen Orten werden Künstlerinnen und Künstler auftreten. Eine erste Zusage für einen Redebeitrag am 8. November vermeldet die BI auch schon: Der Schriftsteller Andreas Maier wird auf der Kundgebung sprechen.

Bearbeitet am: 03.09.2008/ad


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