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vom 05.02.2010

Geld geht ans Frauenhaus Lüchow

Atomgegner müssen für Störung im Landtag je 150 Euro Strafe zahlen

lni Hannover. Der Prozess gegen sechs Atomkraftgegner wegen eines Protests im niedersächsischen Landtag ist wenige Minuten nach Beginn gegen die Zahlung einer Geldstrafe eingestellt worden.
Die vier Frauen und zwei Männer aus dem Wendland im Alter von 26 bis 66 Jahren müssen jeweils 150 Euro an das Frauenhaus in Lüchow zahlen, sagte Michael Siegfried, Sprecher des Amtsgerichtes Hannover.

Sollten die Angeklagten das Geld binnen sechs Monaten überweisen, gilt das Verfahren als abgeschlossen. Sie würden dann zudem nicht als vorbestraft gelten, betonte der Sprecher.

Zwei der Angeklagten hatten am Nikolaustag 2006 während einer Debatte über den Klimaschutz auf der Balustrade Transparente mit der Forderung „Stoppt die Atomkraft" entrollt. Zuvor waren sie gemeinsam mit14 weiteren Atomkraftgegnern als Besuchergruppe in den Landtag gelangt. Dort hatten die Männer und Frauen auch als Atommüllfässer umdekorierte Blechdosen verteilt.

Währenddessen hatten andere Atomkraftgegner auch vor dem Landtag demonstriert. Diese hätten daraufhin Geldbußen zwischen 50 und 100 Euro zahlen müssen, da sie gegen das Bannmeilengesetz verstoßen hatten.

Bearbeitet am: 05.02.2010/ad


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