vom 02.01.2015

Neues Jahr, alter Protest

Neujahrsempfang der BI in Gorleben

bp Gorleben. Soll die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) freudig oder frustriert auf 2014 zurückblicken? Dass es gar nicht so einfach ist, die passende Emotion zum zurückliegenden Jahr zu finden, machte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke gestern beim BI-Neujahrsempfang vor dem Gorlebener Endlagerprojekt deutlich.

Bild: Flagge zeigen wollen Mitglieder der Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg auch in diesem Jahr. Die Straße rufe, hieß es gestern beim BI-Neujahrsempfang in Gorleben. Aufn.: B. Piel

 Einerseits ist passiert, was die BI seit Jahren gefordert hat: Die unterirdischen Erkundungen sind gestoppt, der Erkundungsbereich I ist geräumt. Man habe nicht genug Zeit gehabt, räumte Ehmke ein, sich über diese „neue, wunderbare Situation" zu freuen. Andererseits gebe die Endlagerkommission einigen Grund zur Kritik. Gorleben sei längst nicht aus dem Rennen. Auch deshalb sei es „wichtig, weiter Protest zu zeigen". Etwa während der kommenden Kulturellen Landpartie, während derer am 22. Mai eine Widerstandsparty steigen soll.

 „Wir wollen demonstrieren, weil wir nicht glauben, dass dieses Projekt schon beendet ist", sagte Ehmke. Ein weiteres wichtiges Thema sei die Pilotkonditionierungsanlage. Die BI erwägt eine Klage gegen deren Betriebserlaubnis. Der BI-Vorsitzende Martin Donat warb dafür, den Blick über den Tellerrand zu richten und „unsere Freunde" beispielsweise in Ahaus oder Jülich zu unterstützen: „Die Straße ruft!"

Die Atomtechnologie sei „noch nicht beendet und wir müssen dafür sorgen, sie zu beenden."

Bearbeitet am: 03.01.2015/ad


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