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vom 21.01.2015


Gefährliche Wahrheit


Ein Kommentar von Jens Feuerriegel

Ein klassisches Dilemma: Atomwirtschaft und das Bundesamt für Strahlenschutz können vor Gericht nicht belegen, dass die atomaren Zwischenlager auch bei einem extremen Terroranschlag sicher sind. Jedenfalls nicht ohne geheime Details preiszugeben, die Terroristen wichtige Fingerzeige geben könnten. Für die Öffentlichkeit ist das natürlich ein Ärgernis. Und beim Umgang des Staates mit den Atomproblemen und der Gorleben-Vergangenheit ist Miss- trauen durchaus zulässig.

Die Frage ist nur: Wollen wir die Wahrheit wirklich wissen? Und was hätte sie für Konsequenzen? Was wäre, wenn vor Gericht herauskäme, dass die Castoren wie Popcorn auf- gehen, wenn ein Airbus auf sie fällt? Rechte, linke oder islamistische Terroristen wüssten dann jedenfalls Bescheid. Oderumgekehrt: Was wäre, wenn sich die Sicherheit nachweisen ließe, aber nur zu dem Preis, dass plötzlich Details in der Öffentlichkeit kursieren, die erst recht neue Ansatzpunkte für Anschläge böten? So oder so wäre es eine gefährliche Wahrheit

Bearbeitet am: 21.01.2015/ad


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