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vom 19.11.1997

Mittelradioaktiver Atomül1 für Gorleben: 3 500 Fässer aus La Hague

gel Gorleben. Etwa 3 500 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus der französischen Wiederaufarbeitung (WAA) werden in den nächsten Jahren nach Gorleben rollen.

Dies geht aus einer Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine kleine Anfrage der hiesigen Grünen-Landtagsabgeordneten Rebecca Harms hervor. Der Zeitpunkt der Lieferungen dürfte danach zwischen 1998 und 2003 liegen.

Im Gorlebener Zwischenlager sind bekanntlich bereits hochradioaktive Glaskokillen aus der WAA La Hague untergebracht. Bei den schwachund mittelradioaktiven Abfällen handelt es sich dagegen um Schlämme und Konzentrate, die in einer Bitumenmnatrix eingebettet sind.

Rebecca Harms wollte von der Landesregierung Genaueres zu diesen zementierten Abfällen wissen. Das Kontingent der bitumierten Abfälle für Deutschland betrage etwa 3 500 Fässer, jedes Faß habe ein Nennvolumen von 210 Litern, antwortete die Landesregierung. Für 1997 seien noch keine bitumierten Abfälle zur Rücknahme bereitgestellt, ein Termin sei auch noch nieht genannt worden. Das Ende des Rücknahmezeitraums sei jedoch für das Jahr 2003 angesetzt. Wie aus der Antwort ebenfalls hervorgeht, könnten diese Abfälle im Schacht Konrad endgelagert werden. Doch in La Hague wartet noch mehr auf den Abtransport: Hülsen und Strukturteile sowie technologische Abfälle, allesamt schwach- und mittelradioaktiv belastet. Diese Abfälle sollen in etwa 6 000 Kokillen kompaktiert werden. Jede Kokille habe ein Volumen von etwa 180 Litern. Als Rücknahmezeitraum sind die Jahre 2008 bis 2012 vorgesehen. Diese Abfälle sollen "nach Möglichkeit" direkt von La Hague in ein deutsches Endlager verbracht werden. Sollte ein geeignetes Endlager nicht zur Verfügung stehen, würde dieser Atorumüll in Gorleben oder Ahaus zwischengelagert.

Auch aus der britischen Wiederaufarbeitung in Sellafield könnte mittelfristig deutscher Atommüll in Gorleben landen. Mit der Rückführung dieser Abfälle rechnet man in Hannover ab dem Jahr 2001.


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