Neuß-Grevenbroicher Zeitung

vom 30.01.1998

Legen Castor- Transporte die Bundesliga lahm?

DÜSSELDORF (sid). Sollten im März tatsächlich, wie vom RWE angekündigt, Castor-Transporte nach Ahaus rollen, wäre ein massives Polizei-Aufgebot die Folge. Dies wiederum würde dazu führen, daß keine Kräfte verfügbar wären für den Einsatz in Fußball-Stadien. "Der DFB arbeitet bereits an Verlegungen. Ich hoffe, wir finden Lösungen, sonst müssen wir noch einmal mit der Polizei sprechen und versuchen, einen Kompromiß zu finden", sagte dazu Pressedirektor Wolfgang Niersbach vom Deutschen FußballBund (DFB).

Doch dürfte dies ein aussichtloses Unterfangen sein. "Die Polizeipräsidenten der Städte werden die Spiele erst gar nicht genehmigen", kündigte Jens Naujokal vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) an und erinnerte daran: "Wir haben dem DFB schon im letzten Jahr und damit rechtzeitig mitgeteilt: "Wenn Castor läuft, haben wir keine Polizeikräfte übrig, um die Bundesligaspiele zu begleiten. Wir haben daher empfohlen, zu verlegen." Auf Hans-Georg Noack, als DFB-Spielleiter für die Gestaltung des Bundesliga-Spielplans verantwortlich, wartet somit wieder eine schwere Aufgabe. "Eine Verlegung der Spiele wäre aufgrund der Dichte des Terminplans problematisch, denn es sind auch Vereine betroffen, die noch im Europapokal vertreten sind."


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