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Nr. 41/1998

Radioaktiver Spinat bei Sellafield

Die gesetzlich vorgeschriebene "schadlose Verwertung"   von deutschem Atommüll kann bei der Wiederaufbereitung  im englischen Sellafield nicht mehr gewährleistet  werden. Nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER   SPIEGEL entdeckten britische Wissenschaftler hohe Dosen des radioaktiven Elements Technetium-99 (Tc-99) in  Spinat, der auf Äckern nahe der Anlage gezogen wurde.

Die Felder waren nach Angaben des britischen   Agrarministeriums mit Blasentang aus der Irischen See
gedüngt worden, in die der Sellafield-Betreiber  British  Nuclear Fuels täglich radioaktive Abwässer einleitet.
Tc-99 reichert sich erst in den Algen, dann im Spinat  stark an. Der Spinat in Sellafield strahlte mit 8000
Becquerel pro Kilogramm. Er übertrifft damit den  Interventionswert, bei dem die EU-Kommission Maßnahmen  zum Schutz der Bevölkerung ergreift, fast um das   Siebenfache.

Bearbeitet am: 06.10.1998/ad


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