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Nr. 46/1998

ATOMMÜLL

Endlager in Auflösung

Einströmendes Salzwasser im bundesweit ältesten Atommüll-Endlager "Asse" bei Wolfenbüttel weckt erneut Zweifel an der Eignung von Salzstöcken für die Lagerung von Abfall aus Kernkraftwerken. Das stillgelegte Salzbergwerk "Asse" wurde bis 1978 als Versuchs-Endlager für 126 25o Fässer schwach- und mittelradioaktiven Abfall betrieben. Nach einem Bericht des niedersächsischen Umweltministeriums

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Fässer mit radioaktivem Abfall im Salzbergwerk "Asse"


verzeichnen die Betreiber, das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, seit Jahren steigende Laugenzuflüsse in den Salzstollen. Inzwischen sickern täglich über 10' 000 Liter ein. Die Salzlauge, so das Gutachten, bedrohe langfristig Sicherheit und Stabilität des Salzstollens. GSF-Experten versuchen nun herauszufinden, woher der unterirdische Laugenstrom stammt und wie schnell er zu den Atomabfällen vordringt. Das Leck in "Asse" dürfte auch die Diskussion um den Salzstock Gorleben wieder entfachen. Dort soll hochradioaktiver Müll gelagert werden.

Bearbeitet am: 11.12.1998/ad


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