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Entsorgung ostdeutscher KKW:
Zwischenlager Nord in Betrieb

Am 12. März hat das 465 Mio. DM teure Zwischenlager Nord bei Greifswald nach dreijähriger Bauzeit offiziell den Betrieb aufgenommen- Die Anlage in Mecklenburg- Vorpommern mit acht Lagerhallen und moderner Konditionierungseinrichtung soll radioaktive Abfälle aus den beiden stillgelegten DDR-Kernkraftwerken Rheinsberg und Lubmin aufnehmen. In den Hallen 1 bis 7 werden nur schwach- und mittelaktive Abfälle eingelagert; eine Genehmigung für die Aufnahme hochradioaktiver Abfälle in CASTOR- Behältern in der Halle 8 steht noch aus.

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Zwischenlager Nord in Lubmin bei Greifswald an der Ostseeküste

Nach Angaben des Betreibers Energiewerke Nord (EWN) dürfen in dem Zwischenlager entsprechend der Ende Februar von Innenminister Armin Jäger (CDU) erteilten Genehmigung in beschränktem Umfang auch schwach- und mitteiaktive Abfälle aus den alten Bundesländern endlagergerecht verpackt, aber nur maximal zwei Jahre zur Bearbeitung dort verbleiben (sog. Pufferlagerung).

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Gleiskorridor in der Halle 5 des Zwischenlagers Nord

Der Koalitionspartner SPD und die Grünen haben diese Entscheidung heftig kritisiert und als Einfallstor für die Zwischenlagerung von westdeutschem Atommüll bezeichnet.
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Bearbeitet am: 02.05.1998/ad


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