Pressemitteilung des
bfs.gif (5218 Byte)

vom 29.01.2010

BfS erteilt Änderungsgenehmigung für das Transportbehälterlager Gorleben

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die 4. Änderungsgenehmigung für das Transportbehälterlager in Gorleben erteilt

Die Genehmigung erlaubt im Zwischenlager Gorleben zukünftig die Nutzung
der neuen Behälterbauart CASTOR® HAW28M für die Aufbewahrung von
hochaktiven Glaskokillen aus der Wiederaufarbeitung bestrahlter
Kernbrennstoffe aus deutschen Reaktoren in der französischen
Wiederaufarbeitungsanlage AREVA NC in La Hague. Darüber hinaus schließt
die 4. Änderungsgenehmigung eine veränderte Aufstellung der vormals
genehmigten Transport- und Lagerbehälter der französischen Bauart TN85 ein.

Der neue Transport- und Lagerbehälter CASTOR® HAW28M ist für eine
maximale Wärmeleistung von 56 kW bei Beladung mit 28 HAW-Glaskokillen
genehmigt. Die Prüfungen des BfS haben ergeben, dass bei der jetzt
genehmigten Behälterbauart durch an-gepasste Abschirmung und verändertes
Design auch bei höherem Inventar die gleichen Werte für die mittlere
Oberflächendosisleis-tung wie bei den bisher eingesetzten Transport- und
Lagerbehäl-tern des Typs CASTOR® eingehalten werden und die erhöhte
Wärmeleistung sicher abgeführt werden kann.

Die Genehmigung der neuen Behälterbauart CASTOR® HAW28M sowie der
veränderten Aufstellung der Transport- und Lagerbehälter der Bauart TN85
führt überdies zu keiner Erhöhung des bereits genehmigten
Gesamtinventars an Kernbrennstoffen sowie der Gesamtwärmeleistung des
Transportbehälterlagers in Gorleben. Das BfS hat im
Genehmigungsverfahren auch die Auswirkungen eines gezielt
herbeigeführten Flugzeugangriffs mit einer großen Passa-giermaschine auf
das Transportbehälterlager Gorleben untersucht.

Die in der 1. Änderungsgenehmigung vom 01. Dezember 2000 zur Vermeidung
von Kontaminationen an den Behältern getroffenen Regelungen zur
Beladung, für den Transport und die Abfertigung, die mit der 2.
Änderungsgenehmigung vom 18.01.2002 getroffenen Regelungen zur
Behälterbauart CASTOR HAW 20/28 CG SN16 und die mit der 3.
Änderungsgenehmigung vom 23.05.2007 getroffenen Regelungen zur
Behälterbauart TN85 gelten unter Berück-sichtigung der oben genannten
veränderten Aufstellung weiterhin fort.

Bundesamt für Strahlenschutz
Willy-Brandtstr. 5
38226 Salzgitter

Postfach 10 01 49
38201 Salzgitter

Telefon: 0 18 88 / 3 33 - 0
Telefax: 0 18 88 / 3 33 - 18 85

http://www.bfs.de/

Bearbeitet am: 29.01.2010/ad


zurück zur Homepage