Umgebungsüberwachung Gorlebener Anlagen unabhängig von Staat und Betreiber

(Eine Initiative der Fachgruppe Radioaktivität)

 U. Bolle, H. Görlich, U. Jentzsch


Aktuelle Auswertungen 1.Nov. 2001 bis 31. Jan. 2002

(Diese Darstellung wird monatlich aktualisiert)

A. Strahlungsintensität

    abb1akl.gif (5934 Byte)
    Wenn Sie auf das Bild klicken wird Ihnen dies im Oginal (20 KB) angezeigt

    Abb. 1a. Relative Dosisleistungen vom 01.11.01 bis 31.01.02 in Gedelitz (r1), Gorleben (r2), Trebel (R3) und Meetschow (r4). Eine Impulsrate von 26600 Imp/h entspricht in etwa einer Dosisleistung von 70 Nanosievert pro Stunde (nSv/h).

    abb1bkl.gif (4162 Byte)
    Wenn Sie auf das Bild klicken wird Ihnen dies im Oginal (20 KB) angezeigt

    Abb.1b. Abweichung der maximalen Strahlungsintensität vom Mittelwert eines Tages an den Messstationen r1 bis r4 vom 01.11.01 bis 31.01.02. Abweichungen von mehr als 10% (Bereich normaler Schwankung) sind auf Strahlung von Radon – Aerosolen zurückzuführen, die im Niederschlag enthalten sind. Erkennbar ist, dass bei erhöhter Intensität meist alle Stationen einen erhöhten Wert registrieren. Eine Ausnahme bildet der Castor – Transport am 14.11.01.

    abb2akl.gif (3771 Byte)
    Wenn Sie auf das Bild klicken wird Ihnen dies im Oginal (20 KB) angezeigt

    abb2bkl.gif (3835 Byte)
    Wenn Sie auf das Bild klicken wird Ihnen dies im Oginal (20 KB) angezeigt

    Abb. 2a. und 2b. Beispiel für Radioaktivitätseintrag durch Regen am 02.10.01 (S. Abb. 1.)

     

    abb3kl.gif (4284 Byte)
    Wenn Sie auf das Bild klicken wird Ihnen dies im Oginal (20 KB) angezeigt

    Abb. 3. Vergleich der Messdaten am 14.11.01 in Gorleben (r2 schwarz) und in Gedelitz (r1 rot). Nur die Gammastrahlung wird registriert, die nach offiziellen Messungen (BfS) nur 20% der Gesamtstrahlung ausmacht.


B. Wetterstation

    (Die Messdaten der Wetterstation sind notwendig zur Analyse besonderer Ereignisse (Radioaktivitätseintrag).

    Wir gehen davon aus, dass auch ein Interesse an diesen Messdaten besteht, wenn ein derartiges Ereignis nicht beobachtet wurde.)

    babb1kl.gif (3832 Byte)
    Wenn Sie auf das Bild klicken wird Ihnen dies im Oginal (20 KB) angezeigt

    Abb.1. Verteilung der Windstärke von Nov.2001 bis Jan.2002. Die Nachweisgrenze liegt bei 0,4 km / h. Unterhalb dieser Windstärke kann keine Windrichtung bestimmt werden.

    babb2kl.gif (5998 Byte)
    Wenn Sie auf das Bild klicken wird Ihnen dies im Oginal (20 KB) angezeigt

    Abb.2. Häufigkeit der Windrichtungen im November, Dezember 2001 und Januar 2002

    babb3kl.gif (4542 Byte)
    Wenn Sie auf das Bild klicken wird Ihnen dies im Oginal (20 KB) angezeigt

    Abb. 3. Temperaturverteilung in Gedelitz vom 01.Nov. 01 bis 31.01.02.

    babb4kl.gif (5326 Byte)
    Wenn Sie auf das Bild klicken wird Ihnen dies im Oginal (20 KB) angezeigt

    Abb. 4. Temperaturverlauf in Gedelitz im Nov.2001 bis Jan. 2002.

    babb5kl.gif (5894 Byte)
    Wenn Sie auf das Bild klicken wird Ihnen dies im Oginal (20 KB) angezeigt

    Abb. 5. Niederschlagshäufigkeit bezogen auf den Zeitraum eines Tages vom 1. Nov.2001 bis 31. Jan.2002.


C. Strassentransporte schwach- und mittelaktiver Abfälle

Strassentransporte von schwach- und mittelaktiven Abfällen zu und von dem Abfalllager in Gorleben finden in der Öffentlichkeit im Gegensatz zu CASTOR – Transporten keine Beachtung. Auch von diesen Transporten geht eine nicht unbedeutende Belastung durch ionisierende Strahlung aus (s. Tabelle 1). Die Fachgruppe Radioaktivität hat eine Methode entwickelt, auch diese Transporte zu registrieren. Obgleich die Entwicklungsarbeit noch nicht abgeschlossen ist, liegen erste Ergebnisse vor.

Im 3- Sekundentakt wird die Strahlungsintensität durchgehend gemessen. Wird eine Intensität registriert, die die natürliche übersteigt, werden die Messdaten von zwei Minuten vor dem Ereignis (Reihe 1 und 2 in Abbildung 1) und zwei Minuten danach (Reihe 4 und 5 in Abbildung 1) auf einem PC gespeichert.

cabb1kl.gif (4250 Byte)
Wenn Sie auf das Bild klicken wird Ihnen dies im Oginal (20 KB) angezeigt

Abb. 1. Registrierte Dosisleistung der Gamma – Strahlung eines Strassentransportes von radioaktiven Abfall am 05.12.2001. Die Entfernung des Detektors von der Strasse beträgt ca. 7 Meter. Die Reihen 1 und 2 sowie 4 und 5 geben die Intensität der natürlichen Strahlung wieder.

Tabelle 1: Diese Tabelle gibt die registrierten Strassentransporte radioaktiver Abfälle im November und Dezember 2001 wieder. Das Verhältnis der maximale Dosisleistung ( DT ) zur Dosisleistung der natürlichen Umgebungsstrahlung ( DN ) ist in Spalte 2 aufgeführt. Im Jan 2002 wurden keine Transporte angezeigt.

 

Transport am:

Verhältnis DT zu DN

22.11.01

5,0

28.11.01

7,0

05.12.01

7,1

11.12.01

10,7

Im günstigsten Fall kann davon ausgegangen werden, dass die Strahlungsintensität linear mit dem Abstand vom Fahrzeug abnimmt. Die Verhältnisse in Tabelle 1. sind für einen Abstand von zwei bzw. einem Meter Abstand mindestens mit dem Faktor 3,5 bzw. 7 zu multiplizieren.

Bearbeitet am: 03.03.2002/ad


zurück zur Homepage