Auszug aus der Broschüre
Radioaktive Frachten unterwegs -Atomtransporte und Sicherheit
des bfs.gif (5218 Byte)


Anmerkung der Castor-Nix-Da Redaktion:

Auszugsweise zeigen wir Ihnen die Seite 14 und 15 dieser Boschüre. Im Zusammenhang mit der von der ARD-Sendung
" Plusminus"
enthüllten Fehler bei Störfallberechnungen für den Castor-Behälter.

Wie auch im Text erklärt wird, handelt es sich hierbei nicht um den HAW 20/28 CG (Transportbehälter nach Gorleben) sondern um den Typ CASTOR Ia.

Wie bei genauer Betrachtung des Bildes festzustellen ist, liegen unter dem Behälter Holzbohlen. Eine dieser Bohlen fliegt beim Aufprall durch die Luft. Auch dort, wohin der Behälter kippen wird, sind erkennbar Holzbohlen ausgelegt!

SICHERHEITSNACHWEISE FÜR TRANSPORTBEHÄLTER

Um die Sicherheit eines sogenanntenTyp B-Versandstücks unter Unfallbedingungen nachzuweisen, prüft die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in einem Zulassungsverfahren jeden Behältertyp unter folgenden Bedingungen:

  • Freier Fall aus 9 Metern Höhe auf ein unnachgiebiges Aufprallfundament
  • Freier Fall aus 1 Meter Höhe auf einen Stahldorn von 15 cm Durchmesser
  • Feuertest in einer allseitigen Flammenumgebung mit einer Temperatur von mindestens 800 °C für die Dauer von 30 Minuten
  • Eintauchprüfung in Wasser über 8 Stunden in 15 Metern Tiefe
  • Eintauchprüfung in 200 Metern Wassertiefe über eine Stunde im Fall von Transportbehältern mit abgebrannten Brennelementen.

Durch diese Testbedingungen sollen mehr als 95 Prozent aller möglichen Transportunfälle abgedeckt werden. Analog zu sogenannten auslegungsüberschreitenden Unfällen in Atomkraftwerken sind aber auch "auslegungsüberschreitende" Transportunfälle nicht auszuschließen. In der Bundesrepublik Deutschland hat es bislang aber nur leichtere Unfälle und Zwischenfälle gegeben. Im französischen Grenzort Apach entgleiste am 4. Februar 1997 ein Zug mit abgebrannten Brennelementen aus dem Atomkraftwerk Lingen im Emsland. Zur Freisetzung radioaktiver Stoffe kam es dabei nicht. Auch Personenschäden waren bislang nicht zu verzeichnen.

Angesichts der Gefährdungen bei nicht gänzlich auszuschließenden Transportunfällen ist vielfach kritisiert worden, dass die Nachweise zur Behältersicherheit nicht notwendig durch praktische Versuche erbracht werden müssen. Der Nachweis zur Einhaltung der Prüfbedingungen erfolgt nämlich nicht zwangsläufig experimentell auf einem Prüfstand, sondern ist gegenwärtig auch durch Berechnungen, Ähnlichkeitsbetrachtungen oder Versuche an verkleinerten Modellen möglich. So haben mit den nach 1982 entwickelten und in Deutschland verwendeten CASTORTypen keine praktischen Versuche zum direkten Nachweis der Einhaltung der Belastungsanforderungen stattgefunden. Es ist sinnvoll, diese Praxis zu überprüfen und gegebenenfalls nachträglich Fallversuche, Erhitzungsprüfungen und Eintauchversuche an Originalbehältern vorzunehmen.

falltestmini.jpg (4406 Byte)
Wenn Sie auf das Bild klicken wird Ihnen dies im Orginal (40 KB) angezeigt.

Falltest an einem älteren Behälter vom Typ CASTOR la, November 1978. Die Behälter müssen nach einem Fall aus 9 m Höhe auf einunnachgiebiges Fundament immer noch dicht sein und die Abschirmung gewährleisten

Quelle: BAM


Seite 15

Durch diese Testbedingungen sollen mehr als 95 Prozent aller möglichen Transportunfälle abgedeckt werden. Analog zu sogenannten auslegungsüberschreitenden Unfällen in Atomkraftwerken sind aber auch "auslegungsüberschreitende" Transportunfälle nicht auszuschließen. In der Bundesrepublik Deutschland hat es bislang aber nur leichtere Unfälle und Zwischenfälle gegeben. Im französischen Grenzort Apach entgleiste am 4. Februar 1997 ein Zug mit abgebrannten Brennelementen aus dem Atomkraftwerk Lingen im Emsland. Zur Freisetzung radioaktiver Stoffe kam es dabei nicht. Auch Personenschäden waren bislang nicht zu verzeichnen.

Angesichts der Gefährdungen bei nicht gänzlich auszuschließenden Transportunfällen ist vielfach kritisiert worden, dass die Nachweise zur Behältersicherheit nicht notwendig durch praktische Versuche erbracht werden müssen. Der Nachweis zur Einhaltung der Prüfbedingungen erfolgt nämlich nicht zwangsläufig experimentell auf einem Prüfstand, sondern ist gegenwärtig auch durch Berechnungen, Ahnlichkeitsbetrachtungen oder Versuche an verkleinerten Modellen möglich. So haben mit den nach 1982 entwickelten und in Deutschland verwendeten CASTOR- Typen keine praktischen Versuche zum direkten Nachweis der Einhaltung der Belastungsanforderungen stattgefunden. Es ist sinnvoll, diese Praxis zu überprüfen und gegebenenfalls nachträglich Fallversuche, Erhitzungsprüfungen und Eintauchversuche an Originalbehältern vorzunehmen.

bfs.jpg (11416 Byte)

Entgleister Zug an der deutsch-französischen Grenze bei Perl/Apach. Ein Güterzug, der mehrere Spezialwaggons zur Wiederaufarbeitungsanlage nach Sellafield (Großbritannien) befördern sollte.

Quelle: Archiv Ridder

Bearbeitet am: 21.09.2004/ad


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